Sportschützen March e.V.

BZ-INTERVIEW mit dem Marcher Oberschützenmeister Jürgen Winterhalter über den Abstieg

Artikel vom: 18.01.2004

"Die Motivation ist immer noch da" BZ-INTERVIEW mit dem Marcher Oberschützenmeister Jürgen Winterhalter über den Abstieg MARCH (shi). Nach ihrem verlorenen Heimkampf sind die Marcher Sportschützen aus der 2. Bundesliga in die Landesliga abgestiegen. Sebastian Hautli befragte Oberschützenmeister Jürgen Winterhalter (37) zu den Gründen und wie es nach dem Abstieg weitergeht. BZ: Die erste Mannschaft der Marcher Sportschützen ist nach dem verlorenen Heimkampf in die Landesliga abgestiegen. Wie kam es dazu? Winterhalter: Den letzten Kampf haben wir verloren und die vorangegangenen sechs Kämpfe haben wir mal gewonnen, mal verloren, immer ganz knapp in der Punktewertung. Man kann insgesamt fünf Punkte bekommen und es schießen immer fünf Leute und jeder muss gegen jeden schießen. Der Gewinner bekommt Punkte für die Mannschaft. Wir waren vor dem alles entscheidenden Heimkampf auf dem siebten Platz und rutschten durch das letzte verlorene Schießen leider auf den achten Platz, was den Abstieg bedeutet. Dieser letzte Kampf war etwas unglücklich, weil er durch den letzten Schuss entschieden wurde. BZ: Wie geht es jetzt sportlich weiter? Gibt es Motivation, auch in der Landesliga zu schießen? Winterhalter: Die Motivation ist da. Wir sind ja ein relativ junger Verein. Wir schießen immer noch in der dritthöchsten Wettkampfklasse Deutschlands und wir sind ein Verein, der seine Mannschaft mit eigenen Vereinsmitgliedern bestückt hat, im Gegensatz zu anderen Vereinen wie zum Beispiel unser Gegner, der teilweise Schützen eingekauft hat, die bereits hochrangige Erfolge erzielt haben. Wir haben bisher versucht, die Mannschaft aus eigenen Mitgliedern zu rekrutieren, was man am Altersschnitt sieht. Für die Jungen ist es eine Herausforderung, auch in der Landesliga mitzuschießen. Mit dem Ziel natürlich, den erneuten Aufstieg zu schaffen. BZ: Mit Peterstaler Mineralwasser und Più Caffé sind zwei Sponsoren von größerem Format ans Land gezogen worden. Wirkt sich der Abstieg auf die finanzielle Unterstützung aus? Winterhalter: Mit Peterstaler haben wir einen Dreijahresvertrag unabhängig von der sportlichen Entwicklung. Piu Caffé war ein Einjahresvertrag, da müssen wir im Sommer wieder verhandeln. Ich gehe davon aus, dass der Sponsor nicht abspringt. BZ: Gibt es nach dem Abstieg personelle Veränderungen oder wird das Training verschärft werden? Winterhalter: Bisher haben wir uns noch nicht über personelle Veränderungen und Trainingsverschärfungen unterhalten, ich gehe aber davon aus, dass wir uns personell nicht verändern werden. Wir werden vielleicht das eine oder andere Training ein bisschen verstärken, insbesondere das Krisenmanagement-Training. Wie meistere ich solch eine Stresssituation, wie jetzt bei der Entscheidung unseres Heimkampfes, wenn es von einem Schuss abhängt? BZ: Besteht im Umgang mit Stresssituationen noch ein Defizit? Winterhalter: Defizit kann man nicht sagen. Wir müssen diese Situation einfach mehr trainieren. Jeder weiß, man muss Ruhe bewahren, zielen und schnell schießen, ohne lange zu warten, weil man hat ja nur 70 Sekunden Zeit. Herr Birner hatte im Interview mit TV Südbaden gesagt, er sei viel zu langsam gewesen und hätte während des Schießens nachgedacht, als er eigentlich hätte abschalten sollen.